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der Braut, die mit vollkommener Willensfreiheit dieſen lebhaften Forderungen des Bräutigams Folge geleiſtet hatte. Und wo die Liebe ſiegend ihr Panier ſchwang, da war nach Frau von Pröhl's Glaubensbekenntniß:„nichts zu fürchten!“
Vertraulich, Arm in Arm, verließ die Dame, in ihren weiſen Lebensregeln ſicher, mit Margareth das Gaſtzimmer, um ſich zum Frühſtück zu begeben, das ihrer wartete. Sie traten unmittelbar von dem Zimmer in die Halle, welche im Mittelpunkte des untern Geſchoßes lag, und ſtiegen langſam die mit pomphafter Bequemlichkeit angelegte breite Treppe hinauf, welche ſich ganz dicht an dieſen nördlichen Flügel des Schloſſes anlehnte, während vom ſüdlichen Flügel eine gleiche Treppenflucht aufwärts lief, um ſich mit jener unweit der zweiten Etage in einem Baluſtre zu vereinen. Schon auf dem Wege vernahmen beide Damen ein lebhaftes Geſpräch, mit Beifall und jugendlichem Frohſinn geführt, und Frau von Pröhl wandte ihren Blick fragend auf die Schloßdame, da die hervortönende Männerſtimme weder ihrem Gemahle noch dem Hausherrn angehörte.
„Iſt das Graf Levin?“ fragte ſie endlich, als ſie das Baluſtre erreicht hatten und von dort in den Corri⸗ dor zu treten Anſtalt machten.
Margareth ſchüttelte den Kopf.„Es iſt Levin's


