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finden möchte, der ihre kleine Gertrud im Sturm ſeiner Gefühle ohne weiteres auf preußiſchen Grund und Bo⸗ den zu verpflanzen Luſt bezeige. Was nun noch im Schooße der Zukunft lag, das überantworte ſie der Vorſehung, die wie ſie in ihrem Glaubensbekenntniſſe ausſprach,„ſtets das vorbereite, was dem Menſchen von Gott als ſein Schickſal beſtimmt ſei.“
Unter dieſen freundſchaftlichen Mittheilungen, denen Fräulein Margareth mit merklicher Zerſtreutheit lauſchte, hatte Frau von Pröhl ihre Reiſetoillette mit eigenen Händen etwas verbeſſert und ſchickte ſich nun an, in Margareth's Geſellſchaft das Zimmer zu verlaſſen, wo ſie während der Zeit ihres Aufenthaltes mit ihrem Gatten wohnen ſollte, während den beiden Pflegetöchtern ein Kabinet im nördlichen Thurme angewieſen worden war, von wo man weit hinaus in's Land ſchauen konnte.
Sie hatte, ganz eingenommen von ihrem gelunge⸗ nen Staatsſtreiche, überſehen, welch' ein reizendes, aber ſichtlich verlegenes Lächeln über Margareth's Antlitz flog, als ſie„die ſtürmiſche Bewerbung“ des Grafen Levin hervorhob, und es fiel ihr bei ihrem leichten Sinne nicht ein, daß das Fräulein einen Vorwurf der Uebereilung aus ihren Worten interpretiren könne. Harm⸗ los, weil eine ſchnell entſtandene ſtürmiſche Liebe ganz ihren Beifall hatte, nahm ſie die kleine Verwirrung der


