Subordination ſtemmte ſich der Oberſt ſtets gegen ſolche Machinationen und forderte unbedingten Gehorſam, wenn die Karoſſe des allgewaltigen Feldmarſchalls vom nahen Dresden vorfuhr, um das Fräulein Gertrud von Spärkan in die Arme ihres gnädigen Herrn Vetters und Vormunds zu holen. Die kecke, ſchelmiſche und dabei höchſt entſchloſſene Miene der Frau von Pröhl bei ſolchen Gelegenheiten zeigte, daß ſie ſich mit Plänen trug, die den beſorglichen Anordnungen des Feldmarſchalls geradezu entgegen liefen. Er, das wußte ſie, wollte die kleine Gertrud, die Erbin großer Reichthümer, vor der zu in⸗ timen Verbindung mit der preußiſch gebliebenen Frau von Pröhl bewahren, obwohl er dem Aufenthalte derſelben bei ihr nichts anhaben konnte, weil das Fräulein näher mit Pröhl, als mit ihm verwandt war, deſſen Namen ſie zwar trug, allein ohne anders, als durch weithergeholte Abſtammung, zu ſeiner Familie zu zählen. Und Frau von Pröhl? Nun, das lag klar zu Tage, ſie hatte gar nichts dagegen, wenn ſich eines Tages ein hübſcher preu⸗ ßiſcher Vetter in das hübſche reiche Sachſenkind verliebte und daſſelbe trotz aller Feldmarſchall⸗Tactik auf das Schloß ſeiner Ahnen entführte. Es herrſchten alſo zwi⸗ ſchen den Preußen⸗ und Sachſenplänen immer noch die feindſeligen Elemente vor, trotzdem der König von Preu⸗ ßen im guten Glauben lebte,„Frieden geſchloſſen“ zu
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