Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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gegen die kriegeriſche Coquetterie des guten Oberſten, der da glaubte, im Fluche ſtecke die Grundidee einer richtigen Courage, eingeſchlafen und wurde jetzt nur noch als Neckerei von ihr benutzt. Zu ihrer Freude hatte der leidige Streit zwiſchen Preußen, Sachſen und Oeſterreich gleich nach ihrer Vermählung mit einem Frieden ihres Vaterlandes aufgehört. Die Siege ihres Königs, denen ſie mit dem angeborenen Patriotismus einer ächten Preu⸗ ßin enthuſiaſtiſchen Beifall zollte, machten endlich dieſem Kriege ein Ende, und beruhigten mit dem Friedens⸗ abſchluß des Jahres 1745 ihr Gemüth ſo weit, daß ſie wohlgemuth von Preußen nach dem Snchſangonde über⸗ ſiedelte. In der Schlacht bei Keſſelsdorf hatte ver Oberſt aber einen ſo entſtellenden Hieb über das Geſicht er⸗ halten, daß die junge Frau es nöthig fand, ihm ein für alle Mal jeden künftigen Kriegsdienſt zu unterſagen und anzuordnen, daß er zur Verbergung der abſcheulichen ro⸗ then Narbe einen ſchmalen, höchſt kleidbaren ſchwarzen Pflaſterſtreif trug. Alle Demonſtrationen des würdigen Kriegsmannes, der ſich ſchön mit ſeinem blutrothen Mahl⸗ zeichen der perſönlichen Tapferkeit fand, halfen ihm nichts, und wenn ſie auch endlich bisweilen zugab, daß er im Hauſe, alſo ſo zu ſagen im Negligee, unbepflaſtert erſchien, ſo gehörte doch zum Gallaanzuge und den ge⸗ ſellſchaftlichen Dehors das Pflaſter ganz unvermeidlich,