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ſpannung ſolcher weiblichen Seelen nicht lange widerſtehen, aber dem weichen, nach Ueberſinnlichkeit ſchmachtenden Herzen war der ganz falſch beurtheilte Bildungsgrad der damaligen Zeit oftmals ein Gift, das ſeinen eigenen Untergang herbeiführte.
Die duftige, herzerweiternde Friſche eines Herbſt⸗ morgens lag auf der Flur, welche ſich vor dem Schloſſe Rittbergen ausbreitete, als eine Equipage mit der be⸗ zeichnenden Bedächtigkeit des achtzehnten Jahrhunderts durch die abgemäheten Kornfelder fuhr und bald darauf ſeine Inſaſſen vor der gothiſch gewölbten Hausthür ab⸗ lieferte. Ein fröhliches Willkommen tönte ihnen entgegen, und man ſah alsbald den jungen Schloßherrn mit ganz beſonderm Eifer eine junge hübſche Dame vom Wagen⸗ tritte hinabheben und voll ehrerbietiger Zärtlichkeit von dem Geſindeperſonale begrüßen.
Nach dieſer Dame, die Elvire von Uslar hieß und ſeit wenigen Wochen Herrn Reinhard Bünau's Braut war, entſtieg ein kriegeriſch ausſehender Herr mit einem ſchmalen ſchwarzen Pflaſter über der linken Wange bis zum Kopfe hinauf, der Karoſſe, und wendete ſich ſogleich hilfreich, um ſeiner lebhaft ſprechenden und laut lachen⸗ den Frau und einem noch ſehr jungen Fräulein, Gertrud von Spärkan, gleichfalls ritterliche Dienſte zu weihen. Während Rittbergen ſeine Braut unter leiſen zärt⸗


