Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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lich auf offener Landſtraße waren, Oswald hob ſich hier aus ſeiner liegenden Lage auf, trocknete ſich den Schweiß von der Stirn und ſagte aufathmend:Lie⸗ ber drei Stunden vor dem Feinde, als eine ſolche qualvolle halbe Stunde peinlicher Erwartung. Warum machteſt Du keinen Gebrauch von Deinen lettres de protection ich hätte Dich ſo gern daran erinnert, fürchtete aber beobachtet zu werden.

Dieſe Furcht iſt ſehr begründet, mein Freund! ſprach Thilo ebenfalls erleichtert.

Wir Beide waren fortgeſetzt dem Brennſpiegel eines Fernglaſes ausgeſetzt und die leiſeſte Unvorſichtig⸗ keit hätte unſer Grab gegraben, darauf kannſt Du Dich verlaſſen! Meinen Schutzbrief hier anwenden hieß mein letztes Pulver verſchießen. Ich hätte ihn nie wieder zu ſehen bekommen und geholfen hätte er mir nicht. Aber noch ſind wir nicht über alle Berge! Haſt Du be⸗ merkt, daß meine Tactik richtig war die gränzenloſe Harmloſigkeit meines Kutſchers gab den Ausſchlag: Vive le roi Jérome!

Die ſchwierigſte Paſſage iſt überſtanden! meinte Oswald freudig.

Wer weiß! war Thilv's lakoniſche Antwort. Seine Ahnung war richtig.

Bald darauf ſahen ſie ſich von einem Trupp Sol⸗

daten umringt, deſſen Anführer ein ſo wild verwegenes