„Parle nicht franzöſiſch, guter Mann— kann nichts weiter ſagen, als vive le roi Jérome!“
„Ahl bien, très bien!“ ſprach der Sergeant und ging durch's Thor zurück.
Gleich darauf erſchien der junge Officier, über⸗ reichte Thilo'n die mitgenommenen Papiere und rief mit lauter Stimme:„Passez!“
Die Thore flogen auf— der Wagen rollte hinein in die Friedrichsſtadt.
Nicht eine Regung der Wimpern hatte gezeigt, daß Thilo unter fürchterlicher Herzensangſt der Ent⸗ wicklung dieſer Thorſcene geharret hatte. Nicht eine verrätheriſche Bewegung hatte bewieſen, daß Oswald im Innern entſchloſſen geweſen war, lieber ſeinen Säbel ſich durch die Bruſt zu bohren, als ſich gefangen hier feſthalten zu laſſen. Unverändert ruhig fuhren die bei⸗ den jungen Männer über all' die Brücken, die ſie zu paſſiren hatten, durchſchnitten die Stadt bis zum Su⸗ denburger Thore und wurden nun abermals angehalten.
Hier forderte man nur die Papiere Thilo's, wor⸗ auf der erſte Wachthabende die Begleitung des Kran⸗ ken vermerkt hatte und ließ den Wagen ſchneller paſſi⸗ ren. Noch immer herrſchte lautloſe Stille im Wagen. Nur ein Blick voll Dank ſtieg aus Oswald's Augen zu Thilo's ruhigem Geſichte empor.
Sie beobachteten die größte Vorſicht, bis ſie end⸗


