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genfinne opfern. Melitta ſcheint Dich ſehr genau zu kennen— ihr ahnete dergleichen.“
„Thilo— die Uniform kann und werde ich nicht anziehen,“ ſprach Oswald hierauf.
Thilo ſann nach.„Nun— ſo wagen wir es Dich als Todtkranken zu coſtümiren. Betten werden ohnehin ſehr nothwendige Uebel ſein, Du hältſt ſonſt das Fahren nicht aus. Eine alte Joppe wird ſich auf⸗ treiben laſſen. Den Kopf verbinden wir und Du ſchläfft, wenn ſich Jemand unſerm Wagen nähert. Blaß genug biſt Du, um als halbtodt gelten zu können.“
„Dieſem Vorſchlage will ich nicht widerſtreben,“ meinte Oswald ſeufzend,„obwohl es mir lieber wäre, Du böteſt mir eine Escorte meiner wackern Ruſſen an.“
„So weit reicht meine Macht nicht— ich bin weſtphäliſcher Unterthan, wie Du weißt.“
„Wann würden wir unſern Faſtnachtszug beginnen können?“ fragte Oswald mit bitterm Scherz.
„Vor morgen Nachmittag nicht, denn meine Pferde ſind durch die eilige Reiſe hieher angeſtrengt und müſſen einen halben Tag ruhen. Die Rückreiſe machen wir Dei⸗ nes Zuſtandes wegen langſamer.“
„O nein! Nur vorwärts, nur vorwärts! Ich will ſchon Alles ertragen!“ rief Oswald.—
„Warten wir ab, was Du morgen um dieſe Zeit empfindeſt. Eine Verſchlimmerung wird eintreten, davon


