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„Fritſche ſelbſt und nicht ſein Geiſt, Junker Thilo,“ brummte der Alte aus ſeinem weißen Barte hervor und dasſelbe Lächeln, welches wie Wellenſchlag früherhin ſeine Runzeln in Bewegung brachte, glitt über das alte braun⸗ rothe Geſicht hin.
Thilo zog ihn raſch in's Zimmer. Fröhlich, wie ein Knabe, ſtellte er den alten Mann hier als ſeinen aller⸗ älteſten Freund vor und wurde gar nicht müde ſich zu wundern und zu freuen über die Ankunft deſſelben, bis Fritſche endlich einen Brief aus ſeiner Bruſttaſche zog und dazu ſprach:
„Dies ſendet Ihnen das gnädige Fräulein Bianca und was nicht d'rinnen ſtände, das ſollte ich erzählen!“
Thilo entfaltete eiligſt den Brief und vertiefte ſich in das feine Gekritzel Bianca's, während Fides den allerälteſten Freund ihres Gatten von allen Seiten beſah und ihn auf den nächſten Stuhl placirte, ohne ſich an den mißliebigen Blick der gnädigen Frau Tante zu kehren.
Thilo las und ſein helles Antlitz umwölkte ſich mehr und mehr. Ein tiefer Seufzer entſchlüpfte ihm— ein blitzſchneller Blick ſtreifte Melitta's Geſicht— dann rief er aber:
„Gott ſei gedankt— die Gefahr iſt alſo vor⸗ über, Fritſche?“
„So weit wir armen Menſchenkinder in einen


