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und leidenſchaftlicher in Melitta aus, als es jemals ein ruhiges Beieinanderleben vermocht hätte.
Plötzlich hörten die Mittheilungen Oswald's auf. Man vernahm Gerüchte von einem Zuſammenſtoß der Verbündeten mit franzöſiſchen Truppen in der Gegend von Magdeburg. Man bezeichnete die öſtlich von dieſer Feſtung belegenen Städte Gommera, Möckern und Leitzkau als das Terrain eines harten Kampfes, der zum Vortheil der Verbündeten ausgeſchlagen ſein ſollte. Daß ruſſiſche Truppen dabei betheiligt geweſen, ſtellte ſich nach und nach feſt, aber da ſelbſt Thilo niemals erfahren hatte, unter welchem ruſſiſchen Feldherrn Os⸗ wald ſtand, ſo blieb es fraglich, ob er ſchon der Hei⸗ math ſo nahe ſei.
Melitta zeigte ſich unruhiger, als je. Täglich bat ſie Thilo um Unterſuchung des wunderbaren, geheimen Briefkaſtens. Es war vergebens. Der Brettverſchluß blieb leer. Anfangs tröſtete Fides die Freundin damit, daß ja nicht Oswald, ſondern nur ſein Vermittler durch veränderte Verhältniſſe verhindert ſein könne, die Zu⸗ ſchriften zu befördern. Nach und nach neigte indeß ſelbſt dieſe leichtblütige Tröſterin ſich dem Glauben zu, daß Oswald irgendwo dem Schickſale eines Kriegers erlegen ſei. Eine nnntgeberle, ſchwüle Stille herrſchte ſeitdem in der Burg.
Melitta ſuchte dort Troſt und Erheſtermg, fund
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