210
es dennoch für eine Läſterung, zu ſagen: Gott ſei mit ihm! Er iſt nur ein Werkzeug in der Hand des All⸗ mächtigen, um das Alte, welches keine Stätte mehr hat, aber mit allen Einrichtungen verwachſen iſt, zu begra⸗ ben. Gewiß wird es einſt beſſer werden, das verbürgt mir der Glaube an das vollkommenſte Weſen. Da es aber nur gut in der Welt werden kann durch die Guten, ſo glaube ich nicht, daß der Kaiſer Napoleon feſt und ſicher auf ſeinem, jetzt freilich glänzenden Thron ſitzt. Feſt und ruhig iſt nur allein Wahrheit und Gerechtig⸗ keit und er iſt nur politiſch, das heißt klug, indem er ſich nicht nach ewigen Geſetzen, ſondern nach Umſtän⸗ den richtet, wie ſie ihm gerade vorkommen. Ich glaube aber zu feſt an Gott und alſo auch an eine ſittliche Weltordnung, um nicht auch an ein Ziel dieſer Zeitbewe⸗ gung zu glauben.“*)
Die Stimme, die das geſprochen, war verhallt, war gebrochen im Todeskampfe, aber das geiſtige We⸗ hen dieſer Offenbarung traf mahnend die Herzen Alexanders und Friedrich Wilhelms. Sie gedachten des Segens, womit ſie damals den Freundſchaftsbund geheiligt hatte.„Gott ſei mit Euch!“ und ſprachen wie von Einem Gedanken beſeelt:„Gott ſei mit uns!“
*) Aus einem Briefe der Königin Louiſe.
*


