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„Mein Herr, enden Sie endlich meine Spannung!“ rief er erregt.„Schon auf der Landſtraße damals lie⸗ ßen Sie Andeutungen fallen, als ſei ich ein alter Be⸗
Ihres Namens gekannt.“ 1 4 „Wiſſen Sie denn meinen Namen ſchon?“
kannter von Ihnen. Ich habe aber niemals 98 44 2
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der Marquis mit Scherz, um ſeine ſteigende Bewegung
zu verbergen. „Man nennt Sie in Kaſſel den Marquis d'Eté⸗ rais!“
„Eine Corruption meines Namens, die ſich der Kaiſer Napoleon erlaubte!“
Oswald wurde bleich vor Rührung, denn jetzt end⸗ lich dämmerte eine Ahnung in ihm auf. Du biſt Thilo von Ettershaiden!“ ſagte er zitternd. „Allmächtiger Gott, daß ich nicht gleich darauf verfallen bin! Thilo— o, was wird Couſine Bianca ſagen, wenn ſie Dein Schickſal erfährt! Thilo von Ettershai⸗ den ſteckte alſo in dem Marquis d'Etérais, der wie ein Stern am dunſtigen, gewitterſchweren Himmel vom Königreiche Weſtphalen glänzte?— Willkommen da⸗ heim, mein alter Freund Thilo!“ Er reichte ihm beide Hände dar und küßte ihn herzlich auf Mund und Wange.
Dieſen Empfang mochte Thilo nicht erwartet ha⸗ beu. Seit langer Zeit dem innigen Verkehr mit Men⸗


