Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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gänzlich mißachtetes Gebäude ohne liegende Gründe. Außerdem iſt das Geſchlecht Ettershaiden dem Erlö⸗ ſchen nahe und das alte Haus würde Niemand genutzt haben.

Geſtatten Sie mir eine Einrede, mein Herr Mar⸗ quis. Es iſt bekannt geworden, daß ein Sohn des preußiſchen Oberſten von Ettershaiden noch lebt!

Iſt der erbberechtigt? fragte der Marquis ſelt⸗ ſam lächelnd.Arnulf von Ettershaiden iſt das Kind einer Mesalliance! Uebrigens habe ich allen Formen genügt und ſogar die Einwilligung des alten adelſtolzen Herrn auf Ettershaiden nachgeſucht, bevor ich durch die weſtphäliſche Regierung bei der preußiſchen Regie⸗ rung Schritte thun ließ. Durch königliche Unterſchrift bin ich von Rechtswegen Beſitzer der alten Burg und denke mein Recht jetzt gegen jeden Anſpruch der Familie Ettershaiden geſichert zu haben. Meinen Sie nicht?

Ettershaiden iſt Lehn von Preußen hat alſo der Preußenkönig als Lehnsherr in die Abtrennung der Stammburg gewilligt, ſo iſt die Sache erledigt, ſagte Oswald kurz.

Um alle ſpäteren Einwürfe zu beſeitigen, habe ich auch an Arnulf geſchrieben und hoffe ihn in wenigen Wochen bei mir zu empfangen, ſprach der Marquis

mit demſelben ſeltſamen Lächeln. Oswald ſchien freu⸗

dig von dieſer Nachricht berührt zu werden. Der Mar⸗