Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

mit ſtolzem Ernſte in das Auge des Marquis. Wollte er ihn fangen mit dieſer Bedingung? Ein geringſchä⸗ tzendes Lächeln glitt über ſein Geſicht und er ſagte ziemlich ſchroff:

Ihre Gründe für dieſe Bedingung, wenn ich bit⸗ ten darf, Herr Marquis!

Meine Gründe dafür würde nur der begreifen kön⸗ nen, der, gleich mir, gezwungen iſt, ſich ohne Aufſehen eine bleibende Stätte eine Heimath zu ſchaffen, mein Herr, antwortete der Marquis mit etwas geho⸗ benem Tone.Es iſt der Trotz mit im Spiele, ſich dort zu placiren, wo man einſt verachtet wurde.

Oswald horchte ſcharf auf. Sollte er einem jener Parvenu's gegenüberſitzen, wie ihn die Drangſale des Vaterlandes ſo häufig geſchaffen hatten? Sollte der Marquis eine Carriere en galop gemacht haben, viel⸗ leicht vom Schreiber eines deutſchen Amtes bis zum Ge⸗ heimſecretair Sr. Majeſtät von Weſtphalen? Unmöglich war dies nicht!

Ich zahle baar, was Sie verlangen, fuhr der Marquis gemüthlich fort. Lieb würde es mir ſein, könnte ich das ganze Gut mit Allem, was dazu gehört, über⸗ nehmen.

Das könnte mir nur gelegen ſein, denn es über⸗ höbe mich der leidigen Auction, wo nichts dabei heraus⸗ kommt, ſagte Oswald.