Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

grüßung artig und bald ſaßen die jungen Männer neben einander, äußerlich ruhig, aber innerlich von ſehr verſchiedenartigen Empfindungen aufgeregt.

Sie ſehen, Herr von Wangera, ſprach der Mar⸗ quis im Verfolg des Geſpräches, das ſich bis dahin auf der Oberfläche gewöhnlicher Redensarten gehalten hatte,Sie ſehen, daß ich nicht verfehle Ihnen meinen ſchuldigen Nachbarbeſuch zu machen, wie ich's Ihnen ſchon damals verheißen hatte. Ich knüpfe hieran ſogleich die Frage, ob Sie wirklich mit dem Gedanken umge⸗ hen, Wangeroda zu verkaufen?

Er ſah Oswald bei dieſer Frage ſcharf und prü⸗ fend an. Dieſer fand eine Herausforderung in dem Blicke und erwiederte denſelben mit vollem Mannesmuthe.

Ja, Herr Marquis! ſagte er mit einer Stimme, die wie tönendes Erz klang.

Gut! ſo bitte ich Sie, mich als einen Käufer deſſelben zu betrachten. Doch möchte ich eine Bedin⸗

ung vorausſchicken, ehe wir näher auf das Geſchäft

eingehen.

Oswald neigte etwas ſteif ſein Haupt, verweigerte aber dem Marquis die Hand nicht, die er zu faſſen Miene machte.

Ich würde die Bedingung aufſtellen müſſen, daß der Kauf ganz unter uns bliebe!

Oswald öffnete ſein Auge ſehr weit und ſchauete