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See vorüber und ſah ſchon von fern mit ſichtlichem Behagen nach dem wohlerhaltenen, aber ganz ſchmuck⸗ loſen Herrenhauſe, das mit ſeinem offenen Gatterthore förmlich einladend erſchien.
Schnurſtracks ritt er darauf zu. Oswald, aus ſei⸗ nen Beſchäftigungen durch den Hufſchlag des Pferdes geweckt, ging zum Fenſter und ſah noch eben die Ge⸗ ſtalt jenes Fremden, den er vor mehreren Wochen auf der Landſtraße getroffen, aus dem Sattel gleiten. Gleich darauf erſchien ſein Diener und meldete„den neuen Beſ ſitzer von der Ettershaider Burg!“
„Wie?“ fragte Oswald haf ſtig.„Der Marquis d'Etérais?“
„Nein,“ entgegnete der Diener ſehr beſcheiden, „der Herr ſagte ausdrücklich: Meldet Eurem Herrn den neuen Befiler der Ettershaider Burg!“
DOLwald winkte, ihn herein zu führen. In ihm ſtürmte es aber.„Dieſer Fremde— der Marquis?“ Er konnte ſich kaum ſo weit faſſen, um ihm ruhig und höflich entgegen zu treten.
Der Marquis ließ ihm nicht lange Zeit ſein Be⸗ nehmen zu regeln. Raſch überſchritt er die Schwelle, reichte dem jungen Hausherrn bieder ſeine Rechte und machte mit einigen Worten zwar nur, aber mit vielem Humor ſeine Bekanntſchaft auf der Landſtraße geltend. Oswald, gedankenvoll ihn betrachtend, ernniederke ſeine Be⸗


