Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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walter Deines Vermögens eingeſetzt, mit dem Vormerk, daß mir volle Freiheit darüber geſtattet werde, ohne Rechenſchaft. Nur die Bedingung war feſtgeſetzt, daß Du in meiner Familie bleiben müßteſt bis zu Deiner Verheirathung. Ich hatte Deiner ſterbenden Mutter meine Hand zum Pfande gereicht. Unſer Vertrag war damit geſchloſſen! Aber der Caplan Dameke handelte nach ihren Inſtructionen, als er mir mittheilte, daß ſon⸗ derbare Familienconflicte es nöthig machten, ſo wenig wie möglich von Dir zu ſprechen. Es lebten Perſonen, die Anſprüche an Dich machen könnten. Um dies zu vermeiden, habe man eine hochgeſtellte, einflußreiche Per⸗ ſon, wie mich, zum Beſchützer des Kindes Fides Tyrnau gewählt. Eines Tages würde es keine Gefahr mehr haben, Dich hervortreten und in den Beſitz Deines Ver⸗ mögens kommen zu laſſen ſo lange aber von ſeiner Seite keine beſtimmte Nachrichten darüber einliefen, müſſe Fides Tyrnau im ſicheren Schutze verbleiben. Das ſind aber ſonderbare, fabelhafte Geſchichten, rief Fides gereizt.Ich mag nicht länger als unwiſ⸗ ſendes, unzurechnungsfähiges Kind betrachtet werden! Du haſt vernommen, daß ich bereit bin, an den hochwürdigen Biſchof Dameke zu ſchreiben und ihn in Deinem Namen um Aufklärung zu bitten, erwiederte Herr von Ettershaiden. Nun fragt es ſich, ob wir ge⸗ nügende Auskunft erhalten, da der hochwürdige Herr da⸗