Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſchlich ſich bei ihm ein, ſo daß es ein ſorgenvoller Verdruß war, der ihn zu der Frage drängte:Wird ſie ſich an dieſem Verſuche genügen laſſen? Wird ſie nicht ihren ganzen Einfluß auf Fides, ihre volle Ueberredungskunſt aufbieten, um das zu erreichen, was ſie ſich vorgeſetzt

hat? Bei dieſem Gedanken blieb er vor den beiden

jungen Mädchen ſtehen, die eng an einander geſchmiegt, halb verlegen, aber im innerſten Herzen theilnahmsvoll der letzten Scene zwiſchen Ettershaiden und ſeiner Gattin gelauſcht hatten. Er blickte forſchend auf Fides nieder, die ernſt und gedankenvoll vor ſich hin ſah und mit einem Entſchluſſe zu ringen ſchien.

Wolken auf der Stirn, meine Kleine? ſagte er gütig. ‚Iſt Dir Dein Ausſpruch von vorhin vielleicht leid geworden?

Nein, Herr Vormund, antwortete Fides, ſich ent⸗ ſchloſſen aufrichtend und mit frei erhobenem Kopfe dicht an ihn herantretend.Aber ein ſchwerer, drückender Zweifel iſt in mein ſorgloſes Herz gefallen. Wer wa⸗ ren meine Eltern, Herr Vormund?

Ich weiß nichts weiter von Ihnen, als das, was Du ſo eben gehört haſt.

Ich will aber wiſſen, wer Sie waren, ſprach ſie kühn.Ich habe das Recht es zu fordern, damit ich die Ehre derſelben vertreten kann!

Das überlaſſe mir, meine Kleine! Noch hat es

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