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Wirthſchaft und will ſehen, wie mir die Zwangloſig⸗ keit darin behagt,“ ſprach ſie lächelnd.
Fides traute ihrem Ohr nicht. Solche Herab⸗ laſſung war unerhört: Ihr Blick ſchweifte verſtohlen zu Melitta hin und fragte in vollſter Verwunderung zum zweiten Male:„Begreifſt Du das?“
Frau von Ettershaiden nahm Platz in einem Lehnſeſſel. Sie ſah ruhig und gut aus. Ihr wei⸗ ßes, farbloſes Geſicht erſchien vergeiſtigt. Der kalte, ſtrenge Ausdruck ihres Blickes milderte ſich bei dem leichten Lächeln, welches über ihre Mienen flog, als ſie zu Fides gewendet ſprach:
„Du ſpielteſt vorhin ſehr gut, kleine Tyrnau. Deine Fähigkeiten ſcheinen ſich in den republikaniſchen Elementen des Hausregimentes glänzend zu entwickeln! Wie iſt's denn? Muß ich, nach Euren Geſetzen, Dich bitten, mir das Phantaſieſtück von Mozart nochmals vorzuſpielen, oder würde es hinreichen, wenn ich den Wunſch zu erkennen gäbe, es zu hören?“ Fides knirte höchſt reſpectvoll und ging raſch zum Flügel, allein im Vorübergehen ließ ſie ihr Auge einen Moment auf Melitta's Augen haften und darin lag wiederum die Frage:„Begreifſt Du das?“
Fides ſpielte. Zuerſt befangener als vorhin. Dann aber in einem Anfluge von muthwilliger Begeiſterung ſo ſchön, wie ſie je geſpielt hatte. Gehoben durch den


