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lich.„Dein heißes Herz wird ſich aber nicht zügeln laſ⸗ ſen. Schade, daß ein Fremdling die erſte, ſüße Regung Deiner Bruſt erweckt. Eine glückliche Entwicklung dieſer Neigung würde uns trennen, meine Fides. Mein Onkel duldet keine Franzoſenbraut!“
„Du glaubſt noch immer, der Marquis ſei ein
Kind Frankreichs?“ fragte Fides mit überlegenem Tone, dem eine kleine Spöttelei anhing.„Ich dächte, ſein Be⸗ nehmen in der alten Burg hätte Dir, der klugen Me⸗ litta, verrathen müſſen, daß ſeine liebſten Erinnerungen in deutſchem Boden wurzeln. Und dann? Wie ſollte er als Franzoſe vor ſieben Jahren in die Garniſonkirche Potsdam's kommen?“
„Warum nicht! Stand doch ein Jahr ſpäter der Kaiſer Napoleon als Sieger in dieſer Kirche und ſuchte die Stätte auf, wo ein großer, preußiſcher Monarch ruhete.“
Fides, zurückgeſchlagen mit ihrem ſpöttiſchen Aus⸗ fall, machte ein böſes Geſicht und ſpielte blind d'rauf los, als wolle ſie ſich gegen Melitta's Einwendung be⸗ täuben. Melitta wartete geduldig, bis ſie des Spielens wieder müde ſein würde. Ihr Mienenſpiel zeigte, daß ſie Erbarmen mit der Herzensaufregung ihrer Freun⸗ din hatte.
Fides ſchien große Luſt zu haben, das Geſpräch mit Melitta's Entgegnung zu ſchließen. Sie begann


