Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Ja, ja! flüſterte Fides haſtig, als dränge es ſie, eine Bürde los zu werden.Ich bin es geweſen, die der Marquis ſchlafend gefunden hat.

In der Kirche? Wie biſt Du in die Kirche gekom⸗ men? Fides, Deine lebhafte Einbildungskraft ſpiegelt es Dir nur vor! Er ſprach ja von einer Melitta, Kleine.

Fides warf ſchelmiſch ihren Blick zu ihr auf.Wer weiß denn, ob ich mich nicht ſo genannt habe, um mich vor Verrath zu ſchützen. O ich war gar zu ſchlau, gar zu heuchleriſch geworden. Genau kann ich nichts weiter behaupten, als daß ich zuerſt nur von dem Glockenſpiele der Garniſonkirche angezogen wurde, daß ich geduldig ſtehen blieb, um zu erwarten, bis die Mu⸗ ſik wieder tönte. Dann kamen Leute, die davon ſprachen, daß der König und die Königin in die Kirche gehen wollten. Wahrſcheinlich bin ich mit hineingegangen und bin eingeſchlafen.

Du alſo Du biſt's wirklich geweſen? warf Melitta voller Erſtaunen ein.Wie haſt Du aber zu Haus gefunden? Wir waren ja nur immer auf ein paar Tage in Potsdam!

O ich war nicht gewohnt, nur mit einem Be⸗ dienten hinter mir auszugehen, antwortete Fides ſchel⸗ miſch.Wer auf der Straße herumläuft, findet ſich ſchon zurecht. Ich fand ſogleich unſer Haus, ſchlüpfte in unſer Schlafzimmer, zog mich raſch und geſchickt aus und