Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſauber und niedlich, als hätte eine Fee mich zur Nacht gekleidet und zur Ruhe gebracht? fragte Fides mit ausbrechendem Uebermuthe ſich umwendend und beide Arme um Melitta ſchlingend, die noch immer dicht hinter ihr ſtand.

Ja, ja, deſſen erinnere ich mich! rief Melitta erheitert.Du erwachteſt bei unſerm Jubel und warſt entſetzlich hungrig! Fides nickte und ſchmiegte ihre Lippen an Melitta's Ohr, als wage ſie das nun fol⸗ gende Bekenntniß nicht anders, als ganz leiſe flüſternd mitzutheilen.

Siehſt Du, wie ſchlau und verſtockt, wie lügne⸗ riſch und heuchleriſch ich geweſen bin, Melitta. Ich habe damals mit keiner Silbe verrathen, wo ich geſteckt hatte.

Ich wußte es eigentlich wohl ſelbſt nicht ganz genau

und dann fürchtete ich die Strafe. Neulich habe ich's erfahren, neulich iſt mir ein Licht über die ganze Be⸗ gebenheit aufgegangen.

Neulich? fragte Melitta geſpannt.Neulich Fides, Du phantaſirſt doch nicht wieder?

Nein, nein! Als Er davon ſprach, als er o Melitta, Melitta! Sie barg ſich verſchämt an Melitta's Hals. Ihre Pulſe ſchlugen und ihr Herz zuckte, als wolle es im Uebermaße des Gefühles ſtehen bleiben.

Melitta ſchloß ſie erſchreckt feſter an ſich.Wie? Fides? ſagte ſie ahnend.Der Marquis.

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