Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſchiedsſcene, die Niemand kannte, als er und das holde, anmuthvolle Kind, das, von ihrem dankbaren Her⸗ zen getrieben, ihn ſcheidend grüßte. Ob er dies Kind Melitta, ob er es Fides nennen mußte? Was änderte ein Name an der Thatſache.

Sein Leben ſtand ſeit Kurzem auf einem Wende⸗ punkte. Was er gewollt, das hatte er erreicht. Von den fürchterlichen, politiſchen Kriſen der Weltereigniſſe be⸗ günſtigt, ſchiffte er muthig und umſichtig hinaus in die Wogen des Lebens und jetzt näherte er ſich den Ge⸗ ſtaden, die ihm Ruhe und Lebensgenuß verhießen. Wollte Gott ſein Herz endlich beleben, damit er nicht in Selbſtſucht erſtarre, nachdem er durch eigene Kraft der Schöpfer eines Wohlſtandes geworden war, der ihn ganz ehrenvoll ſelbſtändig machte?

Es bedurfte allerdings eines Funkens, um die todten⸗ hafte Ruhe ſeines Innern, das unter der ſteten Selbſt⸗ beherrſchaft verglaſt war, zu ſtören, um Licht in ſeines Herzens Dunkelheit zu bringen und Gluth in die kalten Geſetze der Vernunft. Es bedurfte ſogar einer Erſchütte⸗ rung, um dieſe Ruhe dergeſtalt zu durchkreuzen, daß ſie völlig aus ihrer gewohnten Bahn kam.

Er hatte ein wunderbares Leben geführt, von Grund⸗ ſätzen geregelt, von Entſchlüſſen beſtimmt und eingeengt. Nicht Amt und Lohn band ihn an die Perſon des gro⸗ ßen Welteroberers. Nicht Ehrgeiz entflammte ſeine Thä⸗

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