Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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einen kurzen Moment von romantiſchen Einfällen re⸗ gieren laſſen, die er jetzt ſchon zu belächeln begann.

Stürmiſchen Empfindungen von jeher abhold, ſuchte er, trotz aller Verſuchungen, ſeines Lebens Heil nicht im Umgange mit Frauen. Im Gegentheil, er mied ſie, weil er ſich conſequent in ſeinem Lebenswege erhalten wollte, was unter der Einwirkung weiblichen Einfluſſes nach ſeiner Meinung gar nicht möglich war. Zudem hatte er in der Sphäre, worin er lebte, die Frauen verachten gelernt. Ihr edler Beruf ging dort in dem niedrigen Treiben einer Genußſucht verloren, wie ſie nur die Entartung der Seele hervorrufen kann. Seine Ver⸗ nunft, als Wächterin aller ſeiner Handlungen, hatte die Wallungen des Herzens faſt unmöglich gemacht, indem ſie ihm eine Bahn vorgezeichnet, die ihn den Kreiſen, wo edle weibliche Anmuth zur Geltung kam, vollſtän⸗ 1 dig entfremdete.

Wie ein Strahl aus fernen Höhen war ihm da⸗ her ein längſt verklungener Name erſchienen und wil⸗ lenlos hatte eer der Macht ſeiner aufgeſchreckten Phan⸗ taſie Gehorſam geleiſtet, als ſie ſich zum erſten Male als Herrſchergewalt beweiſen wollte.

Das Bild erloſch aber eben ſo ſchnell, wie es in ihm erſtanden war, als er ſich eines Irrthumes bewußt wurde. Sein Geiſt ſchon wieder ernüchtert, verlor ſich in pro⸗ ſaiſchen Zuſammenſtellungen politiſcher Gegenſtände, wäh⸗