Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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wieder, als es zu ſpät war Nachforſchungen darüber anzuſtellen.

Die Stunden des Tages verrannen. Die Nacht kehrte raſch und plötzlich ein, wie es ſtets im Novem⸗ ber zu ſein pflegt. Immer öder, immer ſtiller wurde es in den Straßen Potsdam's nur die harten Schritte der Wachen am königlichen Schloſſe, nur die polternden Tritte der Nachtwächter, die mit ihren Nacht⸗ hörnern die Ruhe der Schlafenden ſtörten, wurden noch gehört.

Im Schloſſe ſelbſt waltete ein geheimnißvolles Leben, trotzdem Mitternacht nahe war. Der Beſuch des Kaiſers von Rußland lange und ſchmerzlich er⸗ ſehnt von der Königin von Preußen, welche in einer Al⸗ lianz mit dieſem mächtigen Fürſten ein Schutz⸗ und Trutzbündniß gegen den Welteroberer Bonaparte ſah, brachte allerdings ſchon an ſich etwas mehr Leben und Bewegung hervor, allein ſelbſt die nicht Eingeweih⸗ ten der Dienerſchaft begriffen aus den Vorkehrungen, daß etwas Beſonderes im Werke ſein müſſe. 3

Kurz nach zehn Uhr hatten ſich die hohen Herr⸗ ſchaften mit formeller Höflichkeit getrennt und hatten ſich in ihre Zimmer zurückgezogen. Trotzdem wurden die Kam⸗ merbedienungen nicht entlaſſen, ſondern angewieſen, ſich erſt ſpäterhin des Rufes gewärtig zu halten. Kopfſchüt⸗ telnd zogen ſich die Kammerdiener, ſonſt die Vertrauten aller

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