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königlichen und kaiſerlichen Einfälle, bis auf Weiteres zurück und höchſt verwundert verließ Mademoiſelle Schadow das Schlafzimmer der Königin wieder, als ſie die Weiſung er⸗ hielt, in drei Stunden zum Dienſt da zu ſein.
Die eingeweiheten Diener wurden mit feinen, mit klugen und mit ſtürmiſchen Fragen verſucht. Nicht ein Wort kam über ihre Lippen, denn die Sicherheit ihrer ſpä⸗ terer Stellung hing von ihrem Schweigen ab. Es waren nur wenige, die darum wußten, daß um Mitternacht die Gruft des großen Friedrich von den Herrſchern Rußlands und Preußens beſucht werden ſollte und von dieſen weni⸗ gen ahnete nur ein kleiner Theil die große politiſche Bedeu⸗ tung dieſes hochromantiſchen Beſuches.
Er ſollte dort dem Bunde der Freundſchaft die Weihe gegeben werden, und die Königin, gleichſam als Zeuge des heiligen Vereines, wollte ihren Gemahl nach der Gruft begleiten. Zwölf Uhr ſchlug es auf allen Thürmen. Feier⸗ lich klang die Choralmelodie des Glockenſpieles durch die nächtliche Stille. Kaum war der letzte Ton verhallt, ſo bewegten ſich zwei hohe, ſtolze Männergeſtalten durch die Straßen und ſchritten, Arm in Arm, ſchweigend und ihrer inneren Bewegung ganz hingegeben dem Por⸗ tale der Garniſonkirche zu, das dem Waiſenhauſe ge⸗ genüber lag.
Hier wartete ihrer der ehemalige Leibhußar im vollen, wohlerhaltenen Kriegerſchmuck ſeiner Dienſtjahre,
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