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ſchnell wie ein Pfeil ſchoß die kleine ſchlaue Dame aus der Thür, die Fritſche geöffnet hatte und war die Straße hinauf, ehe ſich ihre Begleiter beſinnen konnten. Beide lachten und folgten langſam nach. Beim Häuschen des Kirchendieners trennte ſich Thilo von dem ehemaligen Leib⸗ huſaren und ſchritt langſam in der Dämmerung zum Schlafe zurück. Plötzlich ſchlug es ſechs Uhr und das Glockenſpiel der Garniſonkirche begann ſeinen üblichen Choral. Ergriffen von wunderbaren Gefühlen blieb Thilo ſtehen. Unwillkührlich legte der junge Mann dem hellen Klange fromme Worte unter. Wie ein Troſt vom Himmel fiel es dem einſam in der Welt Daſtehenden in's Herz. Auf ſich ſelbſt angewieſen, entblößt von allen Mitteln, die ihm eine ſelbſtändige Exiſtenz geſtattet hätten, war er nur durch die beſondere, perſönliche Einwirkung der Königin dahin gelangt, wo er jetzt wirken ſollte. Ihm fehlte eigentlich die nöthige unverletzte Ahnenreihe, denn ſein Vater, einer der tapferen Schlachtgenoſſen des gro⸗ ßen Friedrich, hatte ſich durch ſeines Herzens Wallun⸗ gen hinreißen laſſen, die franzöſiſche Gouvernante ſeiner Schweſtern zu heirathen. Ohne zu bedenken, daß er dadurch ſeinen Kindern eine ſtandesmäßige Carriere verderben könne, hatte er die hübſche, etwas leichtfer⸗ tige Franzöſin zu ſeiner Gattin gemacht und war Vater vor vielen Kindern geworden, wovon jedoch nur der älteſte Sohn, Arnolf geheißen, und der jüngſte Sohn


