Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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und einen Lichtſtrahl durch die Halle gleiten ließ, wo⸗ hin ſie ſich wendeten.

Sie näherten ſich alsbald der Kanzel, unter welcher die Gruft ſich befand, wo Friedrich der Große neben ſeinem Vater ſeine Ruheſtätte gefunden hatte. Der alte Mann ſteckte den Schlüſſel in die Gitterthür, die zu dem niedrigen Gewölbe führte und der Junker betrachtete unterdeſſen zwei Figuren, die neben der Kanzel auf Po⸗ ſtamenten ſtanden und nur ſchwach vom letzten Tages⸗ ſchimmer erhellt wurden.

Wer hat denn dem Mars und der Minerva, ei⸗ nem heidniſchen Götterpaare, dieſen Platz neben der chriſtlichen Kanzel angewieſen? fragte er leiſe lachend. Der Leibhuſar ſah ihn unwirſch an, antwortete jedoch nicht.Gewiß der König Friedrich ſelbſt, der nie einen Heiden von einem Chriſten unterſcheiden konnte.

Laſſen Sie das Witzeln, Junker Thilo, warnte der Alte.Der alte Fritz könnt's hören und könnte Sie mit ſeinem Zorn verfolgen. Sie ſind überdies kein richtiges Preußenkind und haben nie viel von dem ge⸗ halten, was man Vaterland nennt. Ich weiß noch, wie der ſelige Herr Papa zeterte und wetterte, als Sie ihm mal antworteten na wie hieß doch das Sprichwort?

Cbi bene ibi patria! flüſterte Thilo fröhlich.