Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Herr in alle unverhangenen Fenſter blickte, als einen Grundzug ſeines Charakters gelten laſſen.

Unweit der Garniſonkirche blieb er ſtehen, trat vorſichtig über einen breiten, waſſerreichen Rinnſtein und ſuchte etwas verdrießlich eine Stelle, die reinlich genug ſei, ihn zu einem kleinen unanſehnlichen Häuschen zu führen, das etwas abwärts von dem glatten, vom Regen abgewaſchenen Straßendamme lag. Es gelang ihm, dies kleine Haus mit ſeinen verwitterten Fenſtern zu erreichen, ohne ſeine feine Fußbekleidung zu beſchmu⸗ tzen. Er trat ganz dicht an das erſte Fenſter, blickte durch die kleinen mit Blez umrahmten Scheiben und klopfte dann leiſe dagegen.

Sogleich raſſelte das Schiebfenſterchen. Von ſchnee⸗ weißen Haaren umgeben zeigte ſich ein altes, gebräun⸗ tes, runzelvolles Männergeſicht in der kleinen Oeffnung; düſter und unbeweglich blickten ein Paar tiefliegende dunkle Augen auf den jungen Hofherrn, der lächelnd nickte undGuten Abend, Fritſche! ſagte.

Herr Gott im Himmel, ſind Sie es denn wirk⸗ lich, Junker Thilo? fragte der alte Mann mit dem Ausdrucke entſchiedener Mißbilligung die Geſtalt des Herrn muſternd. 1

Alſo dahin iſt's nun gekommen? Kammerjunker? Was Ihr tapferer Herr Papa wohl ſagen würde, wenn er Sie in dieſem Coſtüme ſähe! Er lachte auf eigen⸗

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