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Die Erben von Wollun : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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ſondern ſie flog den Garten hinab in das dichte, duftige 4 Gebüſch, um allein mit ſich, mit Gott und mit ihrem Ge⸗

heimniſſe zu ſein. Geſchützt vor jedem Blicke nahm ſie hier

das Blatt, um es ſo lange wieder zu leſen, bis ſie es auswendig wußte. Helle Thränentropfen rieſelten dabei über ihre Wangen. Waren es Freudenthränen? Das Blatt enthielt nur ſechs Worte und einen Namen.

=Lisbeth willſt Du mein Weib werden? Erich von Wollun.=

Das war das Ganze. Sie hatte ſieben Worte darauf geantwort et. = Ja, Erich! Ich will Dein Weib werden! Eliſabeth Burbach.

Eine merkwürdigere Liebeserklärung iſt gewiß noch nicht da g geweſen.

Zweimal im Leben hatten ſie ſich geſehen, aber die kurze, gewaltſame Trennung hatte deutlicher, als jede Ver⸗ ſtändigung den mächtigen Zauber enthüllt, der dieſe beiden Weſen verband.

Beide Paare vermählten ſich an einem Tage. Der Obriſtwachtmeiſter führte ſeine junge Gattin auf eine kurze Zeit in ihre Heimath zurück. Späterhin rückte er mit ſei⸗