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Die Erben von Wollun : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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konnte, ſeitdem habe ich kein Vertrauen zu den Männern, die, ſanguiniſchen Temperamentes, ſich von den Ein⸗ gebungen ihres Mißmuthes leiten laſſen. Elſens Leben ſollte und durfte nicht vergiftet werden das Blatt Pa⸗ pier enthielt für ſie Gift!

Und wenn ich ihr dennoch einen Gifttropfen in das ruhige Herz zu tröpfeln bereit ſein ſollte? fragte der Obriſtwachtmeiſter mit ſtarker Stimme und drohen⸗ dem Ernſt..

Dann erkläre ich Sie für wahnſinnig! entgegnete ſie mit flammenden Blicken.

Der Offizier ſah ſie ſtarr und unverwandt an. Das war ſtark. Hatte er es aber nicht verdient?

Leben Sie wohl, gnädige Frau! ſprach er plötz⸗ lich ruhig und gelaſſen.Sie haben Recht, ich müßte wahnſinnig ſein, wollte ich knabenhaft thöricht ein Men⸗ ſchenglück vernichten. Leben Sie wohl! Es ſoll meine Buße ſein, daß ich das letzte Andenken an einen Todten, das jetzt für mein unruhig wünſchendes Herz ſo viel Balſam enthalten würde, entbehren lerne. Vielleicht bringt mir meine Buße eine Vergebung. Leben Sie recht wohl!

Er verließ das Zimmer und ritt nach kurzer Zeit mit traurigen Blicken, aber mit ungebeugtem Geiſte, lang⸗