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Alſo Vertrauen, meine theure Frau. Das Glück Elſens ſoll geſichert bleiben. Nun aber bitte ich um meinen Brief. Es iſt das Vermächtniß meines armen Knaben— ſein Segen für mich!“
Der Majorin brachen faſt die Knie ein. Sie hielt ſich an der Lehne des Sophas, ſie hob ihre fanften müt⸗ terlichen Augen flehend zu Erich empor und ſtieß gewalt⸗ ſam die Worte hervor:
3„Den Brief— o, verzeihen Sie mir, Erich— im Wahnſinne der fürchtenden Mutterliebe— Erich— ich habe den Brief— verbrannt!“
„Verbrannt!“ ſchrie Wollun in zorniger Aufwal⸗ lung.„Meittes Hilmar's Brief verbrannt! Frau— Frau, wie konnten Sie das wagen? Es iſt nicht mög⸗
elich!“: „Ich habe es gewagt, Erich!“ erklärte die Majo⸗ rin mit ſchnell, wiedergewonnener Faſſung, ſo wie das ſchwere Bekenntniß von ihren Lippen geflohen war.„Ich ſah keine andere Rettung— das Papier mit ſeinen Er⸗ klärungen voll Unheil mußte vernichtet werden.“
„Und hätte Ihnen mein Ehrenwort nicht genügen können, wenn ich Geheimhaltung gelobte?“
„Nein! Seitdem ich die bittere Erfahrung gemacht habe, daß ſelbſt ein edler Mann, wie mein ſeliger Kor⸗ dall, menſchlich irren und menſchlich ungerecht handeln
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