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„Lisbeth!“ murmelte Wollun, und ſeine Hände fal⸗ teten ſich wenige Secunden ſpäter auf derſelben Stelle, wo das muthige Mädchen, vielleicht mehr für die Ruhe des Vaters, als des Sohnes, gebetet hatte.
Bleich, müde, aber geheilt von der wilden Ver⸗ zweiflung kam er zur Majorin zurück. Der Paroxismus ſeines Schmerzes war mit der Erſcheinung Lisbeth's ge⸗ brochen.
„Geben Sie mir ein Pferd,“ bat er.„Laſſen Sie meinen Fuchs pflegen bis Morgen, dann werde ich ihn holen laſſen. Ich will zu meinem Vater hinüber.“
Die Majorin gewann Muth. Sie verſuchte ihn zu bereden, ſich erſt eine Erholung in Wollun zu gönnen.
Er ſah ganz träumeriſch in das Geſicht der beweg⸗ ten Dame und fragte, ohne auf ihre Einladungen zu achten:
„War Lisbeth Burbach das ſchöne Mädchen, wel⸗ ches meinen Hilmar ſo anmuthig begrüßt hatte? Ja? Und ſie wußte, daß Hilmar mein Sohn war? Wunder⸗ bar!“
Er ſah ſtill vor ſich nieder. Phantaſienvolle Herzen ſind überhaupt geneigt, des Himmels Fügungen als Wunder zu betrachten zu ihren Gunſten vom Gott an⸗ geordnet.
Während er nachſam, fühlte die Majorin mit feinem


