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„Ich wollte, er hätte es nicht gethan. Was habe ich vom Leben gehabt?“
„Elſens Vater hat Hilmar geliebt.“— Wollun ſeufzte tief auf.—„Erich, begreifen Sie denn nicht, daß der unglückſelige junge Mann von dem Augenblicke an, wo Elſe ſeinen Selbſtmord und die Gründe dazu erfährt, als ein Geſpenſt zwiſchen ſie und Cäſar tritt?“
„Warun ſoll ich Elſens Glück fördern und behü⸗ ten? Mag ſie, mag die ganze Welt es wiſſen—“
Die Majorin unterbrach ihn heftig werdend:
„Erich, ich erkenne Sie nicht mehr! Sehen Sie denn nicht ein, daß der Funken des Mißtrauens aus Hilmar's fürchterlicher That in Cäſar's Bruſt geſchleu⸗ dert wird? Und der Mund, welcher die Reinheit und Schuldloſigkeit meines Kindes verkündigen könnte, iſt auf ewig geſchloſſen! Hilmar's That verdächtigt mein Kind. Wer kann den Strom der böſen Nachrede aufhalten, wenn er einmal entfeſſelt iſt?“
Wollun antwortete nicht. War es die tiefe, herz⸗ innige und dabei kummervolle Bitte der Majorin, die ihm an’s Herz trat und ſeinen widerſtreitenden Empfin⸗ dungen Schweigen gebot, oder lag es in einer plötzlich eintretenden Apathie. Genug, er ſchwieg und er ließ es unbeachtet, daß die Majorin den Brief Hilmar's nicht in ſeine Hand legte, die er danach ausgeſtreckt hielt. Sie


