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Die Erben von Wollun : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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Wen ſonſt! fuhr Wollun mit leidenſchaftlicher Heftigkeit auf.Und ich ſah es, daß er ihr huldigte ich wollte Ihnen ein Leid bereiten ich dachte Ihren Plänen zu trotzen ich träumte von der Liebe dieſer Kinder, denen Wollun ein Eden werden konnte! Allmäch⸗ tiger, Du ſtrafſt hart, aber gerecht!

O, mein armes, unſchuldiges Kind! flüſterte die Majorin.Das wird den Schlaf ihrer Nächte ſtören, ihrer Seele alle Ruhe rauben und das Glück ihres Her⸗ zens vernichten.

Sie ſenkte den Kopf und weinte bitterlich. Vor ihr ſaß der ſtarke Mann von ſeinem Schmerze, der mit Selbſtvorwürfen gemiſcht war, vollſtändig darnieder⸗ geworfen. In ihrer Phantaſie erſtand das Bild ihres ſtill ſeligen Kindes, das ohne Ahnung einen Menſchen an den Rand des Verderbens geſtoßen hatte. War denn nichts zu retten gar nichts?

Ja. Das Glück ihrer Tochter war zu retten.

Leiſe neigte ſich die Dame zu Wollun nieder. Sie umſchlang ſeinen Hals und hob ſeinen Kopf mit mütter⸗ licher Zärtlichkeit empor.

Erich, flehete ſie auf den unſeligen Brief deutend, Erich, ſeien Sie barmherzig vernichten Sie dies

Zeugniß einer furchtbaren That laſſen Sie uns ver⸗ ſchweigen, was der Brief uns enthüllt hat.