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muthig ſie mich begrüßte! Sie ſah bewegt aus, indem ſie mir die Hand reichte— wie ſchön iſt ſie! Gott ſei geprie⸗ ſen, daß ſie da iſt, nun wird Alles gut! Nun wird Alles gut! O, wie will ich ſtreben, um ihrer würdig zu werden!
Den 18ten. Lieber Vater— lebe wohl! Sie wäre geſtorben, ſagte ſie!— Ganz richtig— aber das heißt, wie Mädchen an der Liebe ſtreben, einen langweiligen
Tod, dem Siechthum, bleiche Wangen und trauernde Blicke vorangehen. Da hat es der Mann beſſer. So lange es Pulver und Blei gibt, kommt es blos auf un⸗ ſern Muth an, und den, mein geliebter Vater, ſollſt Du nicht vergebens in das Herz Deines Sohnes geimpft haben. Gottes Segen für Deine Liebe, Du treues Va⸗ terherz— Gottes Segen über Dich! Du haſt mich treu geliebt. Du haſt mir die ſchönſten Freuden eines menſch⸗ lichen Daſeins geopfert, denn Du haſt meinetwegen keine Frau genommen. Gott ſegne Dich dafür.
Dein Hilmar.“
Mit ſehr geſtörter Seelenruhe durchflog die Ma⸗ jorin dies Schreiben. Ihre Hand zitterte ganz bedeu⸗ tend, als ſie es zuſammenſchlug und unter ſchweren Athemzügen fragte:
„Und wen hat Hilmar geliebt? Um Gottes Barm⸗ herzigkeit willen— doch nicht mein Kind, meine Elſe?“


