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Die Erben von Wollun : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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Seine kräftige Geſtalt erzitterte vor der Macht ſeiner in⸗ nerlichen Bewegung.

Die Majorin entfaltete ahnungsſchwer den Brief Hilmar's. Es war mehr ein Tagebuch als ein Brief. Er lautete:

Wollun den 14ten. Mein Vater, mein lieber Va⸗ ter. Es iſt ſehr heiß, es iſt ſehr ſchwül um mich. Darf ich nicht zu Dir kommen? Du lehrteſt mich, daß ein Wollun ſein Leben mit ſeinem Willen beherrſchen müſſe. Ich halte dies im Ganzen für leicht und glaube, daß je⸗ der Mann dieſem Grundſatze huldigen muß. Aber Du ſagteſt auch einſt zu mir, ein ächter Wollun kann Alles bezwingen, nur ſein Herz nicht. Ob das wahr ſein mag?

Den 15ten. Ich habe nie ſtärker gefühlt, daß ich Dein Sohn, alſo ein ächter Wollun bin, als in dieſen ſchweren Tagen der Prüfung, wo das Geſchick mich ei⸗ nes Herzens berauben will, das ich mein glaubte. Siegen oder ſterben! Das Wort hat mir ſtets gefallen. Siegen oder ſterben!

Den 16ten. Sieg iſt nicht mehr möglich. Vielleicht könnte mich eine Flucht retten. Feiger Gedanke. Flie⸗ hen fliehen vor der Gefahr?

Den 17ten. Victoria! Es kann noch Alles gut wer⸗ den! Das ſchöne Mädchen iſt Cäſar's Braut. Wie an⸗

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