ihre Abgaben für das Häuschen, das ſie ſich nothwendig
ſelbſt verzehrte. Dabei lehrte ſie den Knaben Leſen, Schreiben und Rechnen, und hielt das kleine, dicke Mäd⸗ chen ſo ſauber und nett wie eine Puppe.
Segen, Segen über ſie für alle Gutthaten, die ſie dieſen armen Kinder erwies!
Endlich war das große Werk der Befreiung ganz gelungen. Paris war in den Händen der verbündeten Heere und die Sieger zeigten ſich edler, als die Fran⸗ zoſen es um die deutſchen Länder und um die deutſchen Herrſcher verdient hatten. Jubel tönte durch das ganze Land.
Cäſar ſtimmte friſch ein in dieſen Jubel, als hätte er ebenfalls ein neues Anrecht auf Glück gewonnen. Stürmiſch umſchlang er ſeine Johanne und verkündete jauchzend:„Nun iſt Friede, nun kommt mein Großvater Kordall!“
„Sprächeſt Du doch wahr, mein Junge!“ ſeufzte Johanne.
Es verging aber noch eine lange Zeit nach dieſem Freudenrauſche, ohne daß ſich der Großpapa Kordall meldete. Cäſar wurde acht Jahr, Lisbeth war zwei. Mama Franke ſchlief ſchon zehn Monate auf dem Fried⸗ hofe, und Johanne hatte ſich faſt krank gearbeitet, um


