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Die Erben von Wollun : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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verſicht auf Gottes ſchirmende Hand geleitet, den völli⸗

gen Sturz Napoleon's, ſeine Entfernung, um einen

ſichern Frieden herſtellen zu können.

Die Siegesnachrichten durchliefen mit reißender Schnelligkeit die Länder, welche fern von dem Schau⸗ platze der fürchterlichen Schlachten lagen. Man betete für das Heil der Waffen, man dankte für das Gelingen jeder Unternehmung dem höchſten Lenker aller Schickſale in allen Kirchen. Ein gemeinſames Entzücken hob die Herzen, nachdem ein gräuliches, gemeinſames Elend ſie jahrelang gedrückt hatte. Daß ſich die bürgerlichen Ver⸗ hFältniſſe ſowohl, als die Noth während der ereignißvollen Periode dieſer Befreiungsbegeiſterung nicht heben ließen, war einzuſehen. Der einzelne Menſch litt nach wie vor ſeinen Mangel, aber er trug ihn geduldiger in der Vor⸗

ausſicht einer möglichen Abhilfe.

Johanne kämpfte wacker für ihre übernommenen Pflichten. Sie nährte ihre fremden Zöglinge, ſie kleidete, ſie erzog ſie. Eine Ziege gab ihr hinreichend viel Milch für ihren Bedarf. Der Garten lieferte Gemüſe und Kar⸗ toffeln. Fleiſch konnten ſie entbehren. Eier legten die drei Hühner, die ſie beſaß, die ſich aber ihre Nahrung ſehr oft ſelbſt ſuchen mußten. Kaffee, Zucker und Kuchen

gab es nicht. Brod buck ſie ſelbſt und reichte es ihren

Pfleglingen ohne Butter, Schmalz und Salz, wie ſie es