andern Dame gebracht, die„Tante Julie“ geheißen und ihn ſehr lieb gehabt hätte.
Die alte Dame, die er Großmama genannt, war dann abgereiſt, weil„ihre Gegenwart auf ihrem Gute nothwendig ſei“, wie ſie ſehr oft geſagt habe.
Tante Julie habe mit ihm ſo viel geſcherzt, ſo viel gelacht, ſo viel geſungen und geplaudert, daß er ſeine Mutter, die immer ſtill und traurig geweſen ſei, bald vergeſſen habe. Tante Julie habe einen Mann gehabt, den man Herr Doctor genannt— ein großer, ſchlanker, vornehm ausſehender Mann— der die Tante Julie ſehr viel geküßt und ſehr zärtlich behandelt habe.
Genau wußte Cäſar nicht, ob die Stadt Danzig geheißen. Er war nur ganz kurze Zeit, vielleicht acht Wochen dort geweſen. Dann hatte Tante Julie auf ein⸗ mal viel geweint und der Onkel Burbach war ſehr unru⸗ hig geworden und plötzlich mit den Soldaten ausmar⸗ ſchirt. Jetzt wäre er, der Knabe von ſechs und ein halb Jahr, der einzige Troſt und die einzige Stütze der Tante geweſen, bis plötzlich der alte Offizier bei ihnen an⸗ gelangt ſei, den Tante Julie unter ſtrömenden Thränen als Vater begrüßt habe. Der Knabe erinnerte ſich ganz deutlich von dieſem, ſeinem Großvater gehört zu haben: „Es iſt am beſten, mein liebes Julchen, daß Du zu 3 Deiner Mutter geheſt. Unſer Marſch führt dorthin— ich


