Druckschrift 
Die Erben von Wollun : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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Die Regiſtratorin, von Neugier herbeigelockt, ver⸗ ließ jetzt auch ihr Spinnrad und trat mit dem feſten Vor⸗ ſatze,keine Hilfleiſtungen zu gewähren, die in Form einer Bitte ausgeſprochen werden ſollten, zu ihrer Tochter aws offene Fenſter.

Madam, rief der Offizier, ſogleich die richtige Erlaubnißbehörde in der alten Frau erkennend und ehrend,Madam helfen Sie mir! Es ſoll bei Gott Ihr Schade nicht ſein!

Was ſteht dem Herrn zu Dienſt? fragte Madam ſehr ungnädigen Tones.Bleſſirte nehme ich nicht auf durchaus nicht!

O, wenn es nur das wäre! meinte der Offi⸗ zier etwas ſpöttiſch.Da würden wir kein Federleſens machen! Nein, ich bitte um Quartier für meine Tochter und für meinen kleinen Enkel.

Recht gern! ſprach Johanna, ſichtlich froh, daß

es ſich nicht um Verwundete handele. Was Du ſagſt? fragte die Regiſtratorin haſtig und ziemlich höhniſch.Recht gern? Ei, dazu hätte ich doch auch ein Wort hinzuzufügen. Recht gern? Nein, gar nicht gern ich will keine Einquartierung!

Mutterchen, meinte Johanna begütigend und zeigte mit dem Finger nach dem Fuhrwerke, das unter⸗ deſſen herangeraſſelt war und ſich als eine alte, ſteife