Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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uͤber,Ohne Zweifel zieht Ihr den Auvergner Wein vor, weil er ſo edel iſt, daß er kein Waſſer vertraͤgt. Ihr, Herr Graf zoͤgert, Euren Becher zu fuͤllen? Ich hoſſe doch nicht, daß Ihr eine Nationalbitterkeit auf dem Boden deſ⸗ ſelben gefunden habt?

Ich wuͤnſchte, Sire, entgegnete der Graf Crevecveur, daß alle Nationalſtreitigkeiten ſo erfreulich endeten, als der Wettſtreit zwiſchen unſern Weinbergen.

Mit der Zeit, Herr Graf, mit der Zeit, ſprach der Koͤnig.So viel Zeit, als Ihr noͤthig gehabt habt, die⸗ ſen Becher mit Champagner zu leeren. Und nun, da er geleert iſt, habt die Guͤte den Becher in den Buſen zu ſtecken, und ihn als ein Zeichen unſrer Achtung zu behal⸗ ten. Nicht Jedem wuͤrde ich ihn hingeben. Einſt gehoͤrte

er Heinrich V. von England, Frankreichs Schrecken. Er ward bei der Einnahme von Rouen genommen, als jene Inſulaner durch die vereinten Waſſen Frankreichs und Burgunds aus der Normandie vertrieben wurden. Er kann keinem Wuͤrdigern verehrt werden, als einem edlen und tapfern Burgundier, der wohl weiß, daß nur durch den Verein dieſer beiden Nationen das Feſtland vom Eng⸗ liſchen Joche frei bleiben kann. 3

Der Graf gab hierauf eine paſſende Antwort, und Ludwig ließ ſeiner muntern, ſatyriſchen Laune, die manch⸗ mal ſeine von Natur duͤſtere Stimmung belebte, freien Lauf. Da er, wie ſich verſteht, im Geſpraͤche den Ton angab, ſo machte er manche feine und cauſtiſche, oft wirk⸗ lcch witzige, aber ſelten gutartige Bemerkungen und die Anekdoten, womit er ſie erlaͤuterte, verriethen oft mehr gute Laune, als Zartgefuͤhl. Aber durch kein Wort,