Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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249 denn ich kenne das burgundiſche Sprichwort: Mienx vault bon repas que bel habit, 49) deshalb ließ ich fuͤr eine gute Mahlzeit ſorgen. Was unſern Wein betriſſt, ſo wißt Ihr, daß dieſer der Gegenſtand eines alten Wetteifers zwiſchen Frankreich und Burgund iſt; aber wir wollen ihn jetzt beilegen; ich will Euch in Burgunderwein zutrinken und Ihr Herr Graf ſollt mir in Champagner Beſcheid thun. Oliver, gieb mir ein Glas Wein von Auxerre, dabei traͤllerte er munter den Anfaug eines alten damals wohlbekannten Liedes.

Auxerre est la boisson des Rois.5 0)Herr Graf, ich trinke auf das Wohl des edlen Herzogs von Burgund, unſeres freundlichen, geliebten Betters. Oliver. fuͤlle jenen goldnen Becher mit Wein von Rheims und uͤber⸗ reiche ihm kniend dem Grafen; er iſt hier der Stellver⸗ treter unſeres lieben Bruders. Euren Becher, Herr Cardinal, wollen wir ſelbſt fuͤllen.

Schon iſt's geſchehen, und zwar bis zum Uberfließen, verſetzte der Cardinal mit der demuͤthigen Miene eines Guͤnſtlings gegen einen nachſichtigen Gebieter.

Weil wir wiſſen, daß Ew. Eminenz ihn mit feſter Hand halten kann. Aber auf welche Seite neigt Ihr Euch in, in der großen Streitfrage, Sillery oder Auxerre, Frankreich oder Burgund?

Ich will neutral bleiben, Sire, entgegnete der Car⸗ dinal,und meinen Becher mit Auvergner Wein wieder fuͤllen. 3

Die Neutralitaͤt iſt immer eine gefaͤhrliche Rollle, ſprach der Koͤnig; als er aber bemerkte, daß der Eardinal etwas erroͤthete, ging er auf einen andern Gegenſtand