Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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248 nehinen, warf Se. Majeſtaͤt einen durchdringenden Blick auf Beide und richtete ihn dann ſogleich auf Quentins Poſten. Dieß war die Sache eines Augenblicks, aber in dieſem Blick lag ſo viel Haß und Argwohn gegen ſeine Gaͤſte, und fuͤr Quentin eine ſo dringende Einſchaͤrfung ſorgfaͤltiger Wachſamkeit und raſcher Voliſtreckung ſeines Willens, daß er nicht zweifeln konnte, Ludwigs Geſinnun⸗ igen waͤren noch die naͤmlichen und ſeine Beſorgniſſe un⸗ gemindert. Er war daher mehr als jemals erſtaunt uͤber den dichten Schleier, in welchen dieſer Monarch die Re⸗ gungen ſeines Mißtrauens zu verhuͤllen vermochte. Es ſchien, als habe er die von Crevecoeur im Ange⸗ 3 ſſichte ſeines Hofes gegen ihn gefuͤhrte Sprache gaͤnzlich vergeſſen; er ſprach mit ihm von alten Zeiten, von Vorfaͤllen, die ſich waͤhrend ſeiner Verbannung im burgun⸗ diſchen Gebiete zugetragen hatten, und erkundigte ſi ich nach allen Adligen, mit denen er damals bekannt geweſen war, in einem ſolchen Tone, als waͤre jener Zeitraum der gluͤck⸗ lichſte ſeines Lebens geweſen, und als hielte er Alle, die dazu beigetragen hatten, die Unannehmlichkeit jener Ver⸗ bannungszeit zu lindern, im freundſchaftlichſten und dank⸗ barſten Andenken. Den Geſandten einer andern Nation, ſprach er, wuͤrde ich etwas prunkvoller aufgenommen haben; allein einem alten Freunde, der im Schloſſe Genappes mein Siſchgenoſſe war, wollte ich mich ſo zeigen, wie ich am liebſten leben mag, als der alte Ludwig von Valois, ſo ſchlicht und einfach, als irgend einer von ſeinen Pariſer badands. Doch habe ich befohlen, um Euretwillen Herr Graf, die Tafel etwas heſſer als gewöhnlich zu beſetzen;