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ſetzten an ihre Stelle ihre eigenen blendenden Taͤuſchun⸗ gen, als ſie ploͤtzlich verſcheucht wurden durch eine Hand, die ſein Gewehr ergeiff und durch eine rauhe Stimme, die ihm laut ins Ohr rief:—„Pasques dieu! Herr Knappe, mich duͤnkt, Ihr ſteht ſchlafend auf dem Poſten!“
Die Stimme war die klangloſe, aber eindringliche Spra⸗ che des Maitre Pierre, und Quentin, ploͤtzlich zu ſich ſelbſt gerufen, ſah voll Scham, daß er, verſunken in ſeine Traͤu⸗ merei, den Koͤnig, der durch irgend eine verborgene Thuͤr hereingetreten und an der Wand entlang, oder hinter der Tapete fortgeſchlichen war, ſo nahe hatte heran kommen laſſen, daß er ſich ſeines Gewehrs beinahe bemeiſtert haͤtte.
Im erſten Gefuͤhl ſeiner Ueberraſchung hatte er dem Antriebe nicht widerſtehen koͤnnen, ſeine Waſſe durch einen heftigen Stoß, der den Koͤnig um einige Schritte in die Halle zuruͤcktrieb, loszumachen. Sein naͤchſter Gedanke war der, daß er, folgend dem gewiſſermaßen animaliſchen Inſtinkt jedes muthvollen Mannes, einem Verſuche zu ſeiner Entwaſſnung Widerſtand zu leiſten, durch perſon⸗ liches Ringen mit dem Koͤnige deſſen Misfallen uͤber ſeine Dienſtnachlaͤßigkeit geſteigert haben koͤnnte. Voll von die⸗ ſer Beſorgniß nahm er, faſt ohne zu wiſſen was er that, ſein Gewehr zuruͤck, ſchulterte und ſtand unbeweglich vor dem Monarchen, deu er toͤbtlich beleidigt zu haben fuͤrch⸗ ten mußte.
Ludwig, deſſen tyranniſche Gemuͤthsart weniger in na⸗ tuͤrlicher Grauſamkeit oder Wildheit, als in kaltbluͤtiger Politik und argwoͤhniſcher Eiferſucht gegruͤndet war, hatte gleichwohl einen ſtarken Anſtrich von kauſtiſcher Strenge,
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