Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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far, und andere kraͤftige Sonnette und Lieder, die auf die Geſchichte ſeines fernen Vaterlandes, und insbeſondere ſeines heimathlichen Bezirks, Bezug hatten, dienten ihm eine Weile zum Zeitvertreibe; doch jetzt war ſeit laͤnger als zwei Stunden Mittag vorbei, und Quentin wurde durch ſeine Eßluſt erinnert, daß die guten Vaͤter von Aber⸗ brothok, ſo ſtrenge ſie auch auf ihre Andachtsuͤbungen hielten, nicht minder puͤnktlich waren, ihn zur beſtimmten Zeit ins Refectorium abzurufen; wogegen hier, im In⸗ nern eines koͤniglichen Pallaſtes, Niemand es fuͤr die na⸗ tuͤrliche Folge eines in ſtarker Leibesuͤbung hingebrachten Morgens, und ſeines auf dem Poſten verlebten Mittags zu halten ſchien, daß ihn ungeduldig nach ſeinem Mittags⸗ eſſen verlangen muͤſſe. 8

Es liegt jedoch in lieblichen Toͤnen ein Zauber, der ſelbſt die natuͤrlichen Gefuͤhle der Ungeduld, wovon jetzt Quentin heimgeſucht ward, in den Schlaf lullt. An den beiden entgegengeſetzten Endpunkten der langen Halle oder Gallerie waren zwei große, mit ſchwerfaͤlligen Architraven verzierte Thuͤren, die vermuthlich in verſchiedene Zimmer⸗ reihen fuͤhrten, welchen die Gallerie zum Verbindungsmit⸗ tel diente. Als die Schildwache zwiſchen dieſen beiden Zugaͤngen, welche die Grenze ihres Wachpoſtens bildeten, einſam hin und her wandelte, erſcholl in der Naͤhe einer dieſer Thuͤren eine Tonweiſe, die wenigſtens in Durwards Einbildungstraft der naͤmlichen Laute entlockt und von der⸗ ſelben Stimme begleitet ward, die ihn Tages zuvor be⸗ zaubert hatte. Alle Traͤume des geſtrigen Morgens, deren Andenken durch die Vorgaͤnge, welche ſeitdem ſein Gemuͤth ſo heftig aufgeregt hatten, geſchwaͤcht war, traten aufs

A.