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„Aber ſagt mir, werther Herr, wenn ich bitten darf,“ fragte der koͤnigliche Bartſcherer mit einem aus halbgedfſ⸗ neten Augen auf ihn geworfenen Blicke,„was war denn die Urſache, weshalb Ihr Eure Leute muſtertet?“
„Der Befehl des Capitains,“ erwiederte der Benarbte, „beim heiligen Aegidius! ich kenne keinen andern Grund; haͤtte er meinen Kameraden Tyrie oder Cunningham den naͤmlichen Befehl ertheilt, ſo haͤtten ſie es thun muͤſ⸗ ſen.“
„Eine aͤcht militaͤriſche Endurſache!“ ſprach Oliver. „Aber Herr Leslie, es wird Euch ohne Zweifel Vergnuͤ⸗ gen machen zu erfahren, daß Se. Majeſtaͤt, weit entfernt, mit dem Benehmen Eures Neſſen unzufrieden zu ſeyn, ihn auserſehen hat, am heutigen Nachmittage eine Dienſt⸗ pflicht zu uͤbernehmen.“
„FIhn auserſehen hat?“ fragte der Benarbte ſehr be⸗ troſſen;— ohne Zweifel wollt Ihr ſagen, daß er mich auserſehen hat.“
.„Ich will genau dasjenige ſagen, was ich ſagte,“ ver⸗
ſetzte der Bartſcherer in einem milden aber entſchiedenem Tone;„der Koͤnig will Eurem Neſſen die Ausfuͤhrung eines Auftrages anvertrauen.“—
„Wie? Warum? und aus welcher Urſache?“ fragte der Benarbte,„warum waͤhlt er den Burſchen und nicht mich?“— 5
„Ich kann Euch keinen andern Grund angeben, als die von Euch ſelbſt vorhin namhaft gemachte Endurſache, Herr Leslie; es iſt der Befehl Sr. Majeſtaͤt. Wenn ich mir aber eine Muthmaßung erlauben darf, ſo paßt ſich viel⸗ leicht jener Auftrag beſſer fuͤr einen jungen Menſchen, als


