Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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es gleich noch ſo ſehr anſpornte; das iſt nicht gut uͤber⸗ legt, Herr Oliver, und Ihr muͤßt es dem Koͤnige vor⸗ ſtellen.“

Oliver antwortete nicht auf dieſe Bemerkung, ſondern warf auf den kuͤhnen Sprecher bloß einen jener zweifel⸗ haften Blicke, die, begleitet von einer leichten Bewegung der Hand von der einen, und des Kopfes von der andern Seite, ſowohl fuͤr eine ſtumme Bejahung als fuͤr eine vorſichtige Ablehnung weiterer Fortſetzung des Geſpraͤchs gelten koͤnnen. Einen ſchaͤrferen, forſchenderen Blick wandte er auf den Juͤngling, indem er mit zweideutigem Laͤcheln fragte:„So, junger Mann, iſt es in Schottland der Ge⸗ brauch, Eure Fuͤrſten in Nothfaͤllen, wie der heutige, aus Mangel an Beiſtand zu gefaͤhrden?“

„Es iſt unſre Gewohnheit,“ antwortete Quentin, ent⸗ ſchloſſen, kein weiteres Licht auf die Sache zu werfen; nunſre Fuͤrſten in ehrenvollen Zeitvertreiben, wo ſie ſich ſelbſt helfen koͤnnen, nicht mit unſerm Beiſtande zu belaͤ⸗ ſtigen. Wir halten dafuͤr, daß ein Fuͤrſt auf der Jagd⸗ ſo gut wie ein Anderer ſich Gefahren ausſetzen muß, und daß er nur deswegen das Weidwerk treibt.— Was waͤre es ohne Beſchwerden und Gefahren?“

„Ihr hoͤrt den jungen thoͤrichten Menſchen,“ fiel ſein Oheim ein,„ſo macht er es allemal; immer hat er fuͤr Jeden eine Antwort oder einen Grund bereit. Ich weiß nicht, woher ihm dieß Talent geworden iſt; ich meinerſeits konnte nie fuͤr etwas einen Grund angeben, was ich je in meinem Leben that, ausgenommen, daß ich aß, wenn ich Hunger hatte, daß ich meine Leute muſterte und der⸗ gleichen andere Dienſtpflichten uͤbte.“