Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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lung eines Jockey beim Pferderennen zu Newmarket zu halten, auf dem Halſe des Pferdes ruhen laͤßt wie einen gefuͤllten Kornſack. Dieß Alles vereinigt ſich zu einem hoͤchſt belachenswerthen Schauſpiel fuͤr die Zuſchauer, ſo ungemuͤthlich es auch fuͤr die handelnde Perſon iſt. Koͤmmt hiezu vollends irgend eine Sonderbarkeit in dem Anzuge oder im ganzen Aeußern des ungluͤcklichen Reiters,— eine Amtskleidung, eine glaͤnzende Uniform oder dergleichen, und iſt der Schauplatz etwa ein Wettrennen, eine Muſte⸗ rung, eine Prozeſſion, oder irgend ein anderer Ort, wo das Publikum zuſammenſtroͤmt, und will der arme Wicht

es vermeiden, der Gegenſtand eines allgemeinen Gelaͤchters* zu werden, ſo muß er es ſo einrichten, entweder ein paar Knochen zu zerbrechen oder noch lieber auf der Stelle das Leben zu verlieren; denn um keinen geringeren Preis wird ſein Fall vom Pferde das mindeſte Mitleid erregen; Im vorliegenden Falle ward das Belachenswerthe dieſes Equitations⸗Schauſpiels bedeutend geſteigert durch den veilchenfarbenen Rock des Cardinals, deſſen er ſich als Reitkleid bediente,— denn er hatte ſein langes Gewand abgelegt, bevor er das Schloß verließ,— durch ſeine ſchar⸗ lachfarbenen Struͤmpfe und Kopfbedeckung mit langen Troddeln, und durch ſeine gaͤnzliche Huͤlfloſigkeit. Das Pferd hatte ſich ſeiner gaͤnzlich bemeiſtert, und galloppirte oder flog vielmehr einen langen gruͤnen Baumgang hinab, uͤberholte die den Eber verfolgenden Jagdhunde, warf einige Pikeniere und Hunde uͤber den Haufen, die nicht daran dachten, im Ruͤcken angegriſſen zu werden, und brachte Verwirrung in die ganze Jagd, ſo daß es, noch mehr angefeuert durch das Geſchrei und die Drohungen