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zu machen, als das Reich, ſo wie England, im Wetteifer legitimer Thronerben, durch innere Kriege zerruͤttet ſehen. Der Löͤwe ſollte niemals mehr als einen jungen Loͤwen erzeugen.“
Dunois ſeufzte und ſchwieg, uͤberzeugt, daß er durch Widerſpruch gegen ſeinen nur durch Eigenmacht geleiteten Monarchen, dem Intereſſe ſeines Verwandten nur ſcha⸗ den, nicht aber nuͤtzen koͤnne; doch konnte er ſich nicht ent⸗ halten, einen Augenblick ſpaͤter hinzuzufuͤgen:„Da Ew. Majeſtaͤt auf die Geburt meines Vaters hindeutet, ſo muß ich allerdings eingeſtehen, daß er, abgeſehen von der Schwachheit ſeiner Eltern, gluͤcklicher zu achten war, der Sohn ungeſetzlicher Liebe zu ſeyn, als wenn er der Spröͤß⸗ ling ehelichen Haſſes geweſen waͤre.“
„Du biſt ein Spottvogel, Dunois,“ ſprach der Koͤnig, „ſo von dem Sacrament der heiligen Ehe zu reden; aber zum Henker mit dieſem Geſpraͤch! denn der Eber iſt auf⸗ geſcheucht.— Laßt die Hunde los, im Namen des heiligen Hubertus!“— Nach dieſen Worten ließ der Koͤnig ſein Hifthorn durch die Waͤlder erſchallen, und ſprengte vor⸗ waͤrts; ihm folgten zwei oder drei ſeiner Gardiſten, unter denen ſich auch unſer Freund Quentin Durward befand. Es iſt zu bemerken, daß der Koͤnig, ſelbſt in der eifrigen Verfolgung ſeines Lieblingszeitvertreibes, Muße fand, ſeis nem Hange zu Spoͤttereien ein Genuͤge zu leiſten, und den Cardinal Balue zu necken.
Es war, wie wir ſchon angedeutet haben, eine von den Schwaͤchen dieſes geſchickten Staatsmannes, daß er ſich ungeachtet ſeiner niedern Herkunft und mangelhaften Er⸗ ziehung geeignet glaubte, die Rolle eines Hofmannes und


